Nie wieder Alkohol
Also eigentlich hatte ich mir ja geschworen, diesmal nicht soviel zu trinken. Ganz eigentlich wollte ich nur zum Essen einen Wein trinken, um dann mit den anderen anstoßen zu können, und den Rest des Abends mich mit Cola über Wasser halten. Ich brauche schließlich kein Alkohol, um fröhlich zu sein. Aber irgendwie waren die guten Vorsätze so schnell dahingeschmolzen wie das Eis in meiner Caipirinha. Oh, es war nicht so schlimm wie bei einem Kollegen, der sich irgendwann an mich lehnte mit den Worten: "Jetzt trink ich nichts mehr, ich habe schon gereihert...". Aber wenn man Wein, Cocktails und Kurze durcheinander trinkt und das bis morgens um fünf, dann ist das eine ganz brauchbare Erklärung für den kleinen Preßlufthammer, der am nächsten Morgen meinen Kopf malträtierte.
Wie dem auch sei: Ansonsten war die Weihnachtsfeier ein Erfolg. Es wurde gegessen, getrunken, getanzt und gelacht bis in den Morgen (s. o.) und wenn auch mal wieder nicht alle zufrieden waren, so denke ich, die meisten haben sich amüsiert.
Was mich jetzt noch interessieren würde, sind die Seitensprünge verschiedener Kollegen, die es bestimmt mal wieder gegeben hat, von denen ich aber wie gewohnt nichts mitkriege...
doesbaddel am 09. Dezember 03
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Streß pur
Boah, was für ein Streß.
Weihnachtsfeiern zu organisieren ist echt ein Aufwand. Wenn es nur die Arbeit alleine wäre, wäre das ja schon genug. Aber nein, reicht ja nicht, daß wir für morgen noch sehr viel besorgen müssen und einiges immer noch nicht klar ist. Jetzt fangen einzelne Mitorganisatoren auch noch an, feststehende Abläufe zu kippen. "Nöh, das gefällt mir so nicht. Laß das mal lieber anders machen." Und anstatt meinem Vorschlag zu folgen, solche Bemerkungen einfach zu ignorieren, wird erst einmal darüber diskutiert.
Und dann müssen wir noch auf irgendwelche Befindlichkeiten Rücksicht nehmen. Den Flyer, den wir noch drucken müssen, müssen wir nun auch noch selber machen, weil jemand nicht wollte, daß der von einem Kollegen gemacht wird: "Ich will nicht, daß der dafür dann das ganze Lob bekommt."
Das war es endgültig. Nächstes Jahr, wenn der Chef wieder nach Mitstreitern sucht, fahre ich in den Urlaub. Oder kündige.
doesbaddel am 04. Dezember 03
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Männersport?
Also, ich war am Wochenende beim Fußball - durch Zufall. Eigentlich mache ich mir ja nichts aus diesem Sport. Gut, Welt- und Europameisterschaften schaue ich mir schon an, aber so ein richtiger Fan werde ich wohl nie werden. Und das Spiel am Wochenende hat nicht gerade meine Einstellung verändert.
Ein Bekannter hatte mich mitgenommen, da er Karten geschenkt bekommen hatte. Zu unserem Glück waren es VIP-Karten, so daß wir uns nur die erste Halbzeit im Stadion ansahen und frieren mußten. Danach ging es ins VIP-Zelt, wo es ein üppiges Buffet gab und man die zweite Halbzeit auf dem Bildschirm ansehen konnte. Allerdings hielt uns nicht nur die Wärme und das Essen dort, sondern auch das ziemlich langweilige Spiel. Ich verstehe ja nichts von Fußball, aber meiner Meinung nach wird auf einigen Bolzplätzen in der Provinz schönerer Fußball gespielt. Ist ein Spiel zwischen Real Madrid und Bayern München wirklich spannender? Oder kommt es einem im Fernsehen nur so vor? Man muß wohl schon ein großer Fan sein, um den alltäglichen Bundesliga-Alltag durchzustehen und zu jedem Spiel hinzugehen.
BTW: Schön beschrieben wird das Fan-Leben in Nick Hornbys
Fever Pitch. Nicht nur für Fußballfans lesenswert.
doesbaddel am 01. Dezember 03
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren
Rauschzustände
Also, über Geschmack läßt sich ja bekanntlich nicht streiten. Und ob ich einen
guten Geschmack habe, wird die Geschichte entscheiden. Allerdings ist mein Geschmack eigentlich recht einfach zu beschreiben: Schlicht muß es sein. Um ein paar Beispiele zu nennen: Eiche rustikal und röhrender Hirsch mag bei anderen Leuten gut ankommen, in meiner Wohnung haben die nichts zu suchen. Diddle-Mäuse kommen direkt aus der Hölle (und sollten dort auch wieder hin) und Birkenmöbel gehören in Dänische Ferienhäuser. Für mich ist die einzige Farbe für ein Auto schwarz (mit ein paar Ausnahmen ;-) ) und Spoiler, überdimensionale Auspuffrohre und Breitreifen gehören in den Motorsport und nicht auf die normale Straße. Außerdem sind Tennissocken außerhalb von Tennisplätzen keine Bekleidung, sondern ein Verbrechen, genauso wie Sandalen, Trainingshosen aus lila Ballonseide und kurzärmelige Hemden. Wie gesagt, nicht jedermanns Geschmack, aber meiner.
Nur einmal im Jahr tickt bei mir was aus. Plötzlich kann es nicht kitschig genug sein, mein Musikgeschmack verabschiedet sich und ich weiß: Die Vorweihnachtszeit hat begonnen. Ich beginne, mich mit Vorliebe auf Weihnachtsmärkten herumzutreiben, Glühwein zu schlürfen und mit verträumtem Blick den Weihnachtssängern zuzuhören.
Last Christmas wird auf Endlos-Wiederholung gestellt, Weihnachtsfilme geguckt (Meine Lieblinge dabei:
Christmas Vacation &
Die Hard II) und
Geschichten am Kamin gelesen. Sollte es dann noch schneien (was in unseren Breitengraden ja im Dezember recht selten ist), dann ist es endgültig aus. Mittlerweile habe ich es begriffen und stehe dazu: Ich bin ein Weihnachtsjunky. Erst am 27. Dezember werde ich wieder clean sein.
Familienfest
Hier bin ich wieder. Ich war ein paar Tage nicht da, denn am Wochenende stand die alljährliche Familienzusammenkunft auf dem Plan. Im Gegensatz zu bekannteren
Familienfesten ist das unsere fast zu harmonisch. Die größten Katastrophen bestehen darin, daß meine Mutter jedes Jahr fast einen Nervenzusammenbruch bekommt, wenn sie alle bekochen muß (25 dieses Jahr) bzw. uns alle auch noch verrückt macht.
Ansonsten ist das Ganze ziemlich mit dem traditionellen Thanks-Giving zu vergleichen. Nur ohne Truthahn und ohne Football. Obwohl einige Familienmitglieder dann sich doch immer mal kurz verkrümeln, um die aktuellen Fußballergebnisse zu sehen. Es wird aber genauso viel gegessen, getrunken, erzählt und gelacht. Und außerdem beginnt damit für uns offiziell die Vorweihnachtszeit.
Seit einiger Zeit haben die Frauen sowieso immer ein Thema. In den letzten Jahren war immer jemand schwanger oder hatte gerade ein Kind bekommen. Das setzt natürlich gewisse andere unter Druck, weshalb es dann auch gerade von denen immer mal wieder zu überraschenden Absagen kommt. Dieses Jahr gab es immerhin schon vier (Klein-)Kinder und eine Schwangere.
Überhaupt ist diese Zusammenkunft traditionell die Feuertaufe für Lebensabschnittspartner. Wer hier seinen Partner mitbringt, signalisiert, daß er es ernst mit ihm meint. Und wenn diesen Tag überstanden hat, kann er sich auch sicher sein, daß er von der Familie akzeptiert wird. Bis jetzt gab es auch wenige, die nur einmal dabei waren.
Wie gesagt, für dieses Jahr ist es überstanden. Nächstes Jahr geht es weiter...
doesbaddel am 26. November 03
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren